Macht und Ohnmacht politischer Institutionen

Macht und Ohnmacht politischer Institutionen

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Die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit politischen Institutionen weist bemerkenswerte Schwankungen in bezug auf IntensitAct, Interpretation und Bewertung auf. Die Fragestellung gehAprt zu den wahrhaft qklassischenq dieser Disziplin. Im Deutschland des 20. Jahrhunderts bestimmte vor allem die Suche nach einer angemessenen Deutung und Popularisierung der fA¼r Deutschland neuen demokratischen Institutionen das Denken: in den rudimentAcr bleibenden AnsActzen zu einer Politikwissenschaft nach 1918, anlAcAŸlich der inneren Transformation der demokratischen Institutionen zwi schen 1930 und 1933 und dann nach dem Kriegsende von 1945, als die Politikwissenschaft unter krAcftiger Nachhilfe der BesatzungsmAcchte allmAchlich zu einer relativ breit veranker ten UniversitActsdisziplin heranwuchs. Die IntensitAct der qInstitutionenkundeq in den fA¼nfziger Jahren, die fehlende theoretische Tiefe und ihr zu unreflektiert ausschlieAŸlicher Bezug auf die Insti tution als Ausgangspunkt von legitimer Politikdefinition und Entscheidungsbil dung rief eine wissenschaftliche Kritik hervor, die in den sechziger Jahren immer grundsActzlicher wurde. Als sich dann Gesellschaftstheorien durchsetzten, nach denen Apkonomische Bewegungsgesetze die Politik determinierten, gesell schaftliche Strukturen und machtbestimmte Prozesse allenfalls eine relative Autonomie der Politik zulieAŸen, erschienen die politischen Institution kaum noch als relevanter Ort legitimierter Entscheidung und damit als lohnendes Objekt politikwissenschaftlichen FleiAŸes. Die sozial- und gesellschaftswissenschaftliche PrAcgung der Politikwissen schaft, die ab Ende der sechziger Jahre hervortrat, bestand A¼berdies unnach sichtiger auf einer KlAcrung dessen, was unter dem Begriff der qInstitutionq denn nun zu verstehen sei. Institutionen, so darf heute konstatiert werden, sind neben den bekannten verfassungsrechtlichen und gesetzlichen Einrichtungen auch rechtliche Gestaltungsprinzipien und rechtlich normierte gesellschaftliche Verhaltensmuster, wie etwa das Mehrheitsprinzip.Die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit politischen Institutionen weist bemerkenswerte Schwankungen in bezug auf IntensitAct, Interpretation und Bewertung auf.


Title:Macht und Ohnmacht politischer Institutionen
Author: NA Hartwich
Publisher:Springer-Verlag - 2013-03-09
ISBN-13:

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